Autor: acid-ruinen

Wider der totalitären Normalität: „Laurence Anyways“ und die Liebe unter dem wachsamen Auge des Bürgertums

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Auf Nachfrage von John Searle, warum er denn so überkomplex, wirr, ja unverständlich schreiben würde, wo er doch im Gespräch rede wie jede andere Person, gab Michel Foucault eine erhellende Antwort: Es sei so, dass man in Frankreich intellektuell nicht ernstgenommen würde, wenn einen jeder verstünde. Es wird angenommen, was die Vielen sich erschließen können, das müsse somit auch trivial sein. Der schwarze Schwan Betrachten wir die Welt des Autorinnenfilms drängt sich ein Vergleich auf: […]

Vom Verlust der Zeitlichkeit: Vaporwave, »Uncut Gems« und dass Kino des Exzesses

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Vor knapp zehn Jahren erschien ein höchstseltsames Album am Horizont der Indiegemeinde: Eccojams Vol. 1 von einem Künstler mit dem Namen Chuck Pearson. Ein Album, das einen der Grundsteine für ein Genre, das später Vaporwave getauft wurde, legen sollte. Die Songs nicht neu, sondern Pop-Klassiker der 80er-Jahre, doch teilweise ins Unerkenntliche verfremdet. Musik in Zeitlupe, voller Hall, in Einzelteile zerlegt und neuarangiert, elektronisch aufgeladen, in die Länge gezogen wie Platten, die in zu langsamer Geschwindigkeit […]

Zwischen Vieldeutigkeit und Bedeutungslosigkeit: Wie die Angst vor der eigenen Haltung „Little Women“ im Weg steht

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Schaut man so manches Werk des gegenwärtigen Autorenkinos, so liegt der Verdacht nahe, dass nicht wenige Filmemacher die Ästhetik ihres Mediums doch eigentlich verachten. Karge Kulissen, kühle, melancholische Charaktere, die sich die meiste Zeit über anschweigen und ein Verzicht auf jeglichen Unterhaltungswert. Das muss doch große Kunst sein. Oder? Greta Gerwig liefert den cineastischen Einspruch gegen einen solchen Snobismus. Little Women ist laut, chaotisch, quatschig, hier und dort kitschig und nicht zuletzt auch von großer […]

»Die Wütenden – Les Misérables«: Žižek im Banlieue

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Sieht man Die Wütenden – Les Misérables im Kino, so fallen einem zunächst teils holzschnittartige Figuren auf. Formuliert werden klischeebeladene Beobachtungssätze über die Welt, die Hölle, in die der Zuschauer, wie in einer vom rechten Wege abgekommenen Stadtrundfahrt, durch die Augen des Polizisten Stéphane eintaucht. Man möchte fast sagen: Wirklich authentisch, ja gar menschlich wirkt all das nicht. Doch was, wenn gerade diese cineastische Schwäche System hat? Wenn eben diese Fassadenhaftigkeit, genau die richtige Form […]

Habitus und Eiskunstlauf: Tonya Harding und Kendrick Lamar erzählen von der Umöglichkeit die eigene Klasse zu verlassen

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Das Biopic ist – etwas flapsig formuliert – sicherlich eine der ärgerlichsten Gattungen mit der große Hollywood-Studios un(ter)bezahlten Filmkritikern ihren Beruf und Kinobesuchern ihr cineastisches Erlebnis versauern. Meist in Überlänge gedreht, inhaltlich ohne Aussage und „basierend auf wahren Ereignissen“ wird schon bevor der erste Take aufgenommen wurde mit einem Auge in Richtung der nächsten Preisverleihung geschielt. Die besten Chancen haben dabei freilich die Hauptdarsteller, gibt es doch nur eine Sache, die Filmpreisjurys noch mehr schätzen, […]

Longreads (Liste)

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• Arbeit ist scheiße! „Alles Routine“ und das Unternehmen im Spätkapitalismus• Britney Spears, Harmony Korines „Spring Breakers“ und die Abgründe hinter den Fassaden des Pop• „Die Wütenden – Les Misérables“ oder: Žižek im Banlieue. Symptome bekämpfen Symptome, doch wo liegen die Ursachen der Gewalt?• Habitus und Eiskunstlauf: Tonya Harding und Kendrick Lamar erzählen von der Umöglichkeit die eigene Klasse zu verlassen• Haltung in postmodernen Zeiten: „Silence“ und Scorseses Katholizismus• Last Exit Revolution: »Catching Fire« von […]